26. November 2020
Rijeka ist schon eine seltsame Stadt, meint die Schriftstellerin Tea Tulic in einem Filmbeitrag auf 3stat. Schließlich würde sich ihre Geburtsstadt dem Besucher und die Besucherin nicht in Richtung Meer öffnen, sondern sich viel eher hinter einer Art "Rust Belt" zur Küste hin verstecken. Dennoch: heuer und bis April 2021 ist Rijeka eine der europäischen Kulturhauptstädte. Viele Veranstaltungen mussten abgesagt werden, einige werden verspätet fertig gestellt und das...

07. August 2020
Hermann Jansesberger ist Ranger im Nationalpark Kalkalpen und begleitete uns im Juli auf unserer kleinen Reise durch den entstehenden Urwald. Seit einigen Jahren leben dort wieder Luchse. Zu sehen haben wir keine dieser Großkatzen bekommen, aber viel erfahren über ihr Leben und ihre Eigenarten. Der Luchs ist die einzige Großkatze der Alpen. Ausgedehnte, ruhige Wälder mit hohem Wildbestand sind seine Ansprüche an einen geeigneten Lebensraum. Der Waldnationalpark gehört zu den größten...

10. Juli 2020
Das südliche Niederösterreich lockt mit vielen Wasserfällen. Seien es die Myrafälle bei Muggendorf, der Ludwigsfall bei Lunz am See, oder die Wasserfälle in den Ötschergräben (dem Grand Canyon Niederösterreichs) bei Wienerbruck. Näher eingehen möchte auf die Vorderen Tormäuer mit dem höchsten Wasserfall Niederösterreichs, dem Trefflingfall in der Nähe von Puchenstuben. Hier stürzt der Trefflingbach in einer vielfältigen Kaskadenserie rund 120 Meter tief zum Ausgang der Toreck...

30. Juni 2020
Die Maisäß oder im ostschweizerischen auch Maiensässe genannt, stellen eine kulturlandschaftliche Besonderheit dar. Ihre Entstehung geht auf die jahrhundertealte Geschichte der Dreistufenwirtschaft in der Landwirtschaft zurück, einer Form der Transhumanz. Die Eigenständigkeit besteht darin, dass meist die gesamte Hofwirtschaft auf den Maiensäss zog, während in anderen Alpenregionen nur die Alm-/Sennbelegschaft die Saison in den Hochlagen verbrachte. Die Dreistufenwirtschaft fasste bis...

Feuilleton · 31. Mai 2020
Glückliche HeimkehrerInnen vom Berg oder von einer längeren GEHtour wissen es längst: Im Grunde ist es hoffnungslos, den Zauber eines Fußmarsches in längere Worte zu fassen: Man endet sehr schnell in allgemeinen Floskeln, in alpinem Fachgesimpel wie "schöne Aussicht, netter Weg, urige Hütte, kalter Wind..." oder Ähnliches. Damit kommen wir nicht wirklich in die Nähe dessen, was wir erlebt haben. Nein, denen wir das erzählen, sollen besser das nächste Mal mitgehen, dann wissen sie,...

Feuilleton · 26. April 2020
Social Distancing, Mund- und Nasenschutz tragen, Einschränkungen im Öffentlichen Verkehr und bei Restaurantbesuchen, BesucherInnenlimits bei Kultureinrichtungen und -veranstaltungen und vieles andere mehr wird in nächster Zeit nicht nur unseren Alltag, sondern auch unser Unterwegssein prägen. Auch die Planungssicherheit wird darunter leiden. Besuchte Länder oder Regionen könnten kurzfristig Einreiseverbote verhängen oder eine Rückreise aus einem anderen Land kann daheim überraschend...

Feuilleton · 27. Februar 2020
Es war einst das modernste Radiohaus Europas, das zwischen 1935 und 1938 nach Plänen der Architekten Hermann Aichinger und Heinrich Schmid erbaut wurde. Der Star-Architekt des Ständestaats, Clemens Holzmeister, übernahm die Planung und verpasste dem funktionalistischen Straßentrakt eine für das austrofaschistische Regime repräsentative, monumentale Front. Die Inbetriebnahme erfolgte 1938 durch die NS-Reichsrundfunkgesellschaft. Heute ist das Funkhaus der Sitz der ORF-Radios Ö1, des...

20. Oktober 2019
Alles rund um das Werk der Hände dreht sich die aktuelle Ausstellung auf der Schallaburg. Die Kuratorin Katrin Ecker führte uns durch die gut aufbereitete Ausstellung, die einen umfassenden Blick auf die Welt des Handwerkes gibt. „Zum einen wollen wir die Hand als etwas zeigen, was uns erst zum Menschen macht, was unser Menschsein ganz grundsätzlich ermöglicht und bestimmt. Zum anderen beschäftigt sich die Ausstellung mit der Geschichte des Handwerks; der Leitgedanke war, kostbare...

14. Oktober 2019
Die vielen liegenden Baumstämme sind von Moosen und Flechten bedeckt, aus diesen wiederum treiben kleine Buchen und Fichten aus und dazwischen wachsen Stauden und Farne. Wir haben den letzten Urwaldrest im Alpenbogen besucht.

Feuilleton · 07. Oktober 2019
War es die große Abgeschiedenheit oder die Mentalität der Menschen, die hier ein weites Stück Landschaft relativ naturbelassen ließ. Hier geht es spürbar langsamer zu als weiter draußen in der Stadt

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