Feuilleton

Feuilleton · 30. März 2019
Mehr als eine Woche verbrachten wir im äußersten südwestlichsten Zipfel Kontinentaleuropas und blickten von den Klippen über den Ozean gegen Nordamerika und Afrika. Zu sehen gabs zwar nur die unendliche Weite des Meeres, dafür spielte es sich an der Küste bzw. im Hinterland ab: Orangen- und Zitronendüfte in der Luft, ein Meer von Blütenfarben entlang unserer Wanderroute, verbrannte Eukalyptuswälder, tosender Ozean, steilabfallende und mystische Felsformationen, Traumstrände,...
Feuilleton · 25. Januar 2019
Die nördlichste Insel Griechenlands ist von Österreich aus gut auch ohne Flugzeug erreichbar. Von Linz geht es zunächst um kurz vor 23 Uhr mit dem Zug nach Venedig, wo wir um 8.24 Uhr ankommen werden. Da unser Linienschiff erst um 12 Uhr abfahren wird, haben wir genug Zeit um in den neu errichteten Hafen für Linien-Fährschiffe nach Fusina zu kommen. Leider wurden die Vergnügungs-Kreuzfahrtschiffe noch nicht aus der Innenstadt verbannt, jedoch die Transport- und Fährschiffe. Vom Bahnhof...
Feuilleton · 28. Dezember 2018
Die kleine venezianische Insel Guidecca hat ihren melancholischen Charme über die Zeit gerettet., trotz Spekulationswut...
Feuilleton · 05. November 2018
Die Fahrt von der ungarischen Grenze bis nach Rakhiv, eine kleine Stadt in den Waldkarpaten, führt durch kleine Bauerndörfer und dauert: die Straßen sind von Schlaglöchern übersät. Doch es zahlt sich aus, sich diesen Winkel Europas näher anzusehen. Noch dazu wenn man eine Woche erwischt, in der ein dunkelblauer Himmel, höchstens mit ein paar kleinen Wolkengebilden verziert, die ganze Pracht des herbstlichen Farbenspiels der Laubmischwälder in ein unvergessliches Licht rückt. Da wird...
Feuilleton · 18. August 2018
"Jeder Ort steht für etwas. Venedig ist Wasser, Glas und Filmstars. Parma ist Schinken. Und Czernowitz ist ein Buch. Es hat viele Stimmen und wird in vielen Sprachen verfasst", schreibt der Schriftsteller Igor Pomerantsev. Wir besuchten die ehemalige Literaturhauptstadt des Habsburger Reiches.
Feuilleton · 15. Juli 2018
Die Niederen Beskiden im südostpolnischen Karpatenvorland haben im Laufe seiner Geschichte viele Herrscher erlebt: polnische Könige, Habsburger Kaiser, deutsche Besatzer, sowjetische Diktatoren. Was durch die Jahrhunderte Bestand hatte, war der starke Glaube seiner BewohnerInnen, die heute Lemken genannt werden. Zeugen der gewaltsam beendeten Kultur der Lemken gibt es in diesem Landstrich zur Genüge. Des öfteren stießen wir auf steinerne Kreuze am Feldweg, auf verlassene Friedhöfer oder...
Feuilleton · 07. Juni 2018
Trier wird dieser Tage Kopf stehen, haben wir geglaubt. Zwar sieht man Karl Marx überall in der Stadt, die TouristInnen interessieren sich nicht allzusehr um sein Leben und Werk, sondern das der Römer, die vor 2000 Jahren Trier als wichtigen Stützpunkt erbauten. Selbst die örtlichen Grünen wunderten sich, warum wir uns um den scheinbar größten Sohn der Stadt interessierten. Sie selbst haben kaum Interesse an seiner Person.
Feuilleton · 01. April 2018
Vom Ecomuseo delle Acque in Gemona ist es nicht weit bis zum Flussufer hinunter. Das breite Flussbett stellt sich dort dar wie ein Moränenamphitheater. Grobe Schotterfelder und sandreiche Kiesflächen werden von verzweigten Wasserläufen von kreideweißer Farbe durchzogen. Im Mai werden wir dort entlang des Uferstreifens wandern und diese einzigartige Landschaft genießen. Der Tagiamento zählt zur größten und bedeutendsten Flusslandschaft der Alpen und ist das einzig verbliebene...