Ins rätische grenzgebiet

eine kleine Reise in den Vinschgau und ins Val Müstair im Engadin

Blick von Burgeis bei Mals auf die Engerdiner Bergwelt
Blick von Burgeis bei Mals auf die Engerdiner Bergwelt

25. bis 28. Oktober 2018

Der Reschenpass im Dreiländereck Österreich, Schweiz und Italien liegt in einer besonderen Lage, am Übergang zwischen Nord und Süd. Fährt man von Nauders über den Reschenpaß kommt als erster größerer Ort Mals, das sich zum wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum des oberen Vinschgaues entwickelt hat. Von hier nur einen Katzensprung entfernt liegt das rätoromanische Val Muestair, mit dem Dorf Santa Maria.

 

Diese kulturelle Sonderstellung prägt bis heute Land und Leute. Die Obervinschger Pässe zu den eidgenössischen Nachbarn verbinden nicht nur die Schweiz mit Tirol, sondern bezeichnen auch die Grenze zwischen dem deutschsprachigen Vinschgau und dem rätoromanischen Graubünden. Bis zur Reformation – und in entlegenen Gemeinden bis ins 19.Jh. – wurde auch im Vinschgau rätoromanisch gesprochen. Daran erinnern in Mals und Umgebung bis heute viele Flurnamen rätischen und sogar keltischen Ursprungs. An diesen drei Tagen werden wir verschiedene Facetten der beiden Regionen kennenlernen.

 

Donnerstag,  25.10.:
Wer mit Öffis unterwegs ist: Treffpunkt um 17.10 Uhr Bushaltestelle in Nauders/Mühle;

 

anschließend Fahrt mit dem Schweizer Postbus nach Mals (Dauer ca. 35min)
Fußmarsch ca. 2km / 30min vom Bahnhof Mals in den Ortsteil Laatsch

 wer individuell anreist: Treffpunkt 18.30 Uhr Gasthaus Lamm in Laatsch bei Mals;

 

Freitag, 26.10.:
Fahrt mit dem Schweizer Postbus von Mals Bahnhof ins Engadin nach Santa Maria;
Wir machen zunächst eine Führung durch das kleine Dorf und hören mehr über das einstige Leben abseits der Zentren, die Sprachkultur...
Nach einem kurzen Mittagsimbiss besuchen wir eine der letzten Handwebereien in der Schweiz, die heute ein wichtiger Ausbildungsbetrieb in dem strukturschwachen Tal ist.

1928 war das Leben in den Bergregionen karg und anstrengend, die Frauen im Val Müstair haben wenig Aussichten auf ein eigenes Einkommen. Mit einem mutigen Schritt wird die Handweberei Tessanda in Sta. Maria gegründet, um den Münstertalerinnen eine achtbare Arbeitsstelle und die rare Möglichkeit einer anerkannten Fachausbildung als Handweberinnen zu bieten. 90 Jahre später ist die Tessanda eine der wenig übrig gebliebenen professionellen Handwebereien der Schweiz. Mehr zur Weberei Tessanda.

 

am späten Nachmittag:  Rückfahrt mit dem Bus nach Mals; Abendessen im Hotel

 

Samstag, 27.10.:

Ganztägige gemütliche Wanderung auf einem Waalweg von Mals nach Burgeis und zurück über Schlies; Einkehr bei Alexander Agathle, einem innovativen Bio-Milchbauern der seine Hofkäserei durch ein Crowdfunding-Modell erweitert hat; er war auch beteiligt am Widerstand Malser BürgerInnen gegen den Pestizid-Einsatz; Verkostung seiner Käsesorten;  Dauer der Wanderung: insgesamt ca. 4 Stunden, 14km, ca. 300 Höhenmeter.

 

Sonntag, 28.10.:

am Vormittag: Fahrt Richtung Reschenpass; kurze Wanderung entlang des Reschensees und gemeinsames Mittagessen in St. Valentin/Reschen;
ab ca. 14.00 Uhr Rückfahrt mit dem schweizer Postbus nach Nauders; Weiterfahrt mit ÖBB Bus und Bahn nach Innsbruck/Oberösterreich

 

Reisepreis: 290 Euro auf DZ-Basis; Einzelzimmerzuschlag: 21 Euro

enthalten sind:
* 3 Übernachtungen mit Frühstück und Abendessen im ** Hotel Lamm in Laatsch bei Mals
* Dorfführung in Santa Maria - Val de Müstair
* Führung durch die Handweberei Tessanda in Santa Maria
* Käseverkostung in der Hofkäserei Englhorn bei Mals
* Organisation & Begleitung durch Marco Vanek
* 3 Tage VinschgauCard (u.a. freie Fahrt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln, freier Eintritt im Hallenbad Mals...)

 

Eine Reise in Kooperation mit der Grünen Bildungswerkstatt Tirol

Wegen der  großen Nachfrage nach Zimmern zu diesem Zeitpunkt empfehlen wir eine frühzeitige Anmeldung.

 

Gruppengröße: mind. 7, max. 15 Personen