Kiew: Ins pulsierende Herz der ukraine

Eine politische Bildungsreise zu Geschichte, Politik und Alltag ins „Nördliche Rom“

Sonntag, 2. bis Sonntag, 9. August 2020

Bei "Kiew" denken viele völlig zu Unrecht an eine graue Plattenbaustadt. Manche BesucherInnen hingegen halten die ukrainische Metropole mit ihren zahlreichen Baudenkmälern, ihren goldenen Kuppeln, ihrer malerischen Lage und ihrer hügeligen, an San Francisco erinnernden Topographie für schöner als St. Petersburg. In der "Blumenstadt" (Achmatowa) am Dnipro/Dnjepr, dem "Nördlichen Rom" (Balzac), beschäftigen wir uns u.a. mit folgenden Themen:

·        Die Blütezeit als Hauptstadt der "Kiewer Rus'"

·        Wem gehört die Stadt? Kiew – slawisch, russisch, ukrainisch?

·        Der lange Weg zur staatlichen Unabhängigkeit

·        Die deutsche Besatzung und das Massaker von Babyn Jar

·        Jüdisches Leben einst und heute

·        Tschernobyl und die Folgen

·        Die aktuelle Lage der Ukraine

·        Zahlreiche Gespräche mit Kiewern vermitteln Informationen aus erster Hand

Um die Ukraine von heute zu verstehen, müssen wir erst eintauchen in die abwechslungsreiche Geschichte des Landes. Auf unserer Reise werden wir auch einige engagierte Menschen aus Kiew treffen, die uns mehr über das heutige Leben, Politik und Gesellschaft erzählen werden.

Der geplante Programmablauf

(Änderungen sind möglich)

 

Sonntag, 2.8.: Hinreise

16.42 Uhr: Abfahrt des ukrainischen Nachtzuges von Wien Hauptbahnhof. Wir haben zwei Schlafwagenwaggons mit 2er Kabinen für unsere Gruppe reserviert und fahren quer durch Ungarn, wechseln nach Mitternacht bei Zahony/Chop die Spurweite. 

 

Montag, 3.8. Ankunft

Während der Nacht überqueren wir den Karpatenbogen, erreichen am Vormittag Lvov/Lemberg und nach etwas mehr 23 1/2 Stunden Fahrzeit fahrplanmäßig um 17.21 Uhr den Hauptbahnhof Kiew. Auf einem Teil der Strecke wird voraussichtlich ein Speisewaggon angehängt sein.

 

Begrüßung durch die deutsch sprechende ukrainische Reiseleiterin Marija Ivanycka, die uns die nächsten Tage begleiten wird.

Transfer zum Hotel "Rus'". Zimmerverteilung und Programmbesprechung

                  

Dienstag, 4.8. Stadtspaziergänge Kiew

Vormittag: Metrofahrt zum Goldenen Tor, Stadtführung durch die Obere Stadt: Das alte Kiew (Goldenes Tor, Sophienkathedrale, Michaelskirche, Denkmal für die Hungertoten 1932/33 – Holodomor -, Andreaskirche, u.a.)

 

Mittagessen am Andreashang, dem Kiewer Montmartre

 

Nachmittag: Spaziergang durch Podil (Unterstadt): Bulgakow-Haus, Kaufhof, Handelshäuser, Haus Peter I. u.a.

 

Abend: Kiew aus der Flussperspektive: Bootsfahrt auf dem Dnipro

 

Mittwoch, 5.8.: Holdomor, weitere Stadtspaziergänge und Begegnungen

Vormittag: Linienbusfahrt nach Petschersk Besuch der Holdomor-Gedenkstätte

Holdomor bezeichnet eine schwere Hungersnot in der Ukraine in den Jahren 1932 und 1933, der fast vier Millionen Menschen zum Opfer fielen. Die Ukraine bemüht sich seit der Unabhängigkeit 1991 um eine internationale Anerkennung des Holodomors als Völkermord, doch ist diese Bewertung bis heute umstritten.

 

Führung über das Gelände des Höhlenklosters, Besichtigung der Höhlen

 

Mittagessen in einem Restaurant in Petschersk

 

Nachmittag: Zurück ins Zentrum (zu Fuß und per Bus) am Marienpalast (Rastrelli)

und Parlament der Ukraine, vorbei durch das Lipkiviertel mit Nationalbank,

Präsidentenpalast, Haus mit den Chimären, evangelisch-deutscher Kirche

Anschließend : weiter über den Chreschtschatyk, die wichtigste Straße Kiews: Das

Zuckerbäckerkiew: Haus der Ukraine…

 

Abend: Platz der Unabhängigkeit (Majdan), Führung: Ruslan Ivanyckyj, ehem.

Majdanaktivist

 

Donnerstag, 6.8. das jüdische Kiew

Vormittag: Metrofahrt nach Babi Jar, Besichtigung des Geländes, wo die Nazis über 100.000 Juden und Nichtjuden ermordeten, anschließend Metrofahrt in die Innenstadt und Besichtigung von Orten jüdischen Lebens in der Innenstadt: Synagoge, Denkmal Scholem Alechems, Wohnhaus Golda Meirs

Mittagessen in einem jüdischen Restaurant im Zentrum

Anschließend: Zeit zur freien Verfügung

 

Am Abend: Wie leben "normale" UkrainerInnen?: Treffen mit Deutsch sprechenden 

Studierenden in einer Gaststätte

 

Freitag, 7.8.: Tschernobyl

Vormittag: Die Katastrophe von Tschernobyl: Führung durch das Tschernobylmuseum

Besuch des Vereins der ehemaligen Bewohner der "Tschernobyler Zone" (der Stadt

Prypjatj), "Semlajaky" (Landsleute). Gespräch mit Mitgliedern

 

Nachmittag: Die aktuelle Situation der Ukraine/Offene Fragen: Gespräch mit dem stellvertretenden Chefredakteur der renommierten Zeitschrift „Krytyka“ Andrij Mokrousow

 

anschließend Zeit zur freien Verfügung

 

Abschlussabendessen in einem Restaurant im Stadtzentrum

 

Samstag, 8.8.: Rückreise

Bis Mittag Zeit zur freien Verfügung

 

Transfer zum Bahnhof

14.07 Uhr:  Abfahrt des Nachtzuges nach Österreich

 

Sonntag, 9.8. Ankunft

11.21 Uhr: Ankunft in Wien Hauptbahnhof

 

Reisepreis: 1.000 EUR ohne Bahnticket, Einzelzimmerzuschlag: 70 EUR
Zugticket: Wien - Kiew - Wien im 2er Schlafwagen kostet ca. 200 EUR, im 3er Schlafwagen: 170 EUR

 

inkludiert:

* 5 Übernachtungen mit Frühstück im Doppelzimmer mit Bad/WC im guten Mittelklassehotel "Rus'", in guter Zentrumslage (Zimmerkategorie "Classic")

 * 5 mehrgängige warme Mahlzeiten (je nach Programm Mittag- oder Abendessen) in ausgesuchten wechselnden Restaurants

 * Komplette Programmkosten (Führungen, Referenten, Eintrittsgelder, Busfahrten) wie im vorstehenden Programm angeführt

 * Reiseleitung ab/bis Kiew Hauptbahnhof durch eine qualifizierte deutschsprechende Reiseleiterin

 * Reisebegleitung durch Marco Vanek

Veranstalter: Ex Oriente Lux Reisen, Berlin im Auftrag von planetREISEN

Wichtiger Hinweis:
Die Reise findet nur unter folgenden Bedingungen stattfinden:

Die COVID-Infektionslage entschärft sich weiterhin und die Ansteckungsgefahr entspricht etwa jener Wahrscheinlichkeit wie in Österreich.
Eine Ein- und Ausreise in die Ukraine, Ungarn und nach Österreich  ist ohne Auflagen und Bedingungen möglich (keine Quarantäne oder Ähnliches nach Rückkehr nach Österreich)
Das österreichische Außenministerium hat für Kiew und die durchreisenden Gebiete (Westukraine und Ungarn) keine Reisewarnung ab Stufe 4 verhängt.
Wir entscheiden spätestens am 30. Juni, wie die Lage ist und ob die obigen Bedingungen erfüllt sind.