Berliner kiezkulturen

Zwischen Basiskultur und Investoren - was bleibt von den lokalen Subkulturen? Einblicke in Kreuzberg und Prenzlauer Berg

In Berlin prallen vielerorts die lokalen Subkulturen auf die gegenwärtig dominierende Kommerzkultur.
In Berlin prallen vielerorts die lokalen Subkulturen auf die gegenwärtig dominierende Kommerzkultur.

Montag, 4. bis Donnerstag, 7. Oktober 2021

 

Eigentlich besteht Berlin aus lauter kleinen Orten, den Kiezen. Jeder Kiez hat seinen eigenen Charakter, sein eigenes Lebensgefühl. Wir entdecken zwei davon: das hippe Kreuzberg und den wandelbaren Prenzlauer Berg und schauen uns weiters die städtebauliche Entwicklung rund um den Potsdamer Platz näher an. Uns begleiten Berliner*innen, die uns umfassend in die Kieze und deren Kulturen, Entwicklungen und geschichtlichen Verwerfungen Einblicke geben. Anschließend haben wir genügend Zeit, um Kreuzberg und Prenzlauer Berg weiter zu entdecken…

 

Weltstadt Kreuzberg

Hugenotten*innen, Wiener Juden und Jüdinnen, Schlesier*innen: Immer schon prägte die Zuwanderung Berlin. Seinen heute buntesten Stadtteil beleben türkische, schwäbische oder polnische Kreuzberger. Kirche, Moschee, Synagoge. Döner Kebab, Käsespätzle, Boulette: Gibt es hier, in der einstigen experimentellen Nische am Rande der Mauer, die multikulturelle Gesellschaft? Zwischen Tradition und Anpassung, zwischen Kiezkultur und neuer Citylage werden soziale Spannungen sichtbar. Lebt man nebeneinander her, findet Verdrängung statt oder ist der Bezirk ein Schmelztiegel?

 

Prenzlauer Berg-Tour

Der frühere Ostberliner Bezirk hat sich in den letzten 30 Jahren gewaltig verändert. Im größten zusammenhängenden Gründerzeitquartier, dem ehemaligen Viertel der Arbeiter*innen und Künstler*innen, der Einsteiger*innen und Aussteiger*innen prallen heute unterschiedliche Interessen aufeinander und die frühere Kiezkultur gerät unter kommerziellen Druck. Bedeutet das neue Chancen oder das Ende der Vitalität? Wir werden uns selbst ein Bild davon machen.

 

Berlin Mitte

Einst führte quer über den Potsdamer Platz die Mauer samt Sperrgebiet auf der Ost-Seite, heute ist das Gebiet eine architektonische Spielwiese der Weltkonzerne. Riesige Bürobauten dominieren den verkehrsreichen Platz heute. Selbst 30 Jahre nach dem Mauerfall ist das Baugeschehen in diesem Gebiet noch nicht gänzlich abgeschlossen. Wie entwickelt man als Stadt ein solches Gebiet. Wir schauen uns am Beispiel dieses Stadtteils die Mechanismen der Stadtentwicklung genauer an und betrachten auch die Architektur dieses Teils von Berlin.

 

Geplanter Reiseablauf:
Montag, 4. Oktober
Anreise mit dem Zug nach Berlin Anhalter Platz, Ankunft um ca. 16.00 Uhr
kurzer Fußmarsch ins Hotel 
Abendspaziergang durch in der Umgebung des Hotels. Wir kommen vorbei an folgenden gegenwärtig bzw. historisch wichtigen Orten: 
Verlauf der Mauer im Bereich unseres Hotels - Checkpoint-Charly - Finanzministerium (früher Luftfahrtministerium von Herman Göring, Abgeordnetenhaus Berlin (früher Preussischer Landtag), Topografie des Terrors - Gedenkstätte zu NS-Terror - Denkmal der ermordeten Juden - Brandenburger Tor - Reichstagsgebäude - Dauer ca. 2,5 Stunden, anschließend gemütlicher Ausklang

 

Dienstag:
Fahrt mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zum Kotbusser Tor
Etwa zweistündiger begleiteter Spaziergang durch Kreuzberg
Mittagspause anschließend gemütlicher Stadtspaziergang und weiteres Programm wird noch bekanntgegeben

 

Mittwoch:
Fahrt mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zum Senefelderplatz nach Prenzlauer Berg
Etwa zweistündiger begleiteter Spaziergang durch das Kiez Prenzlauer Berg
Mittagspause gemütlicher Stadtspaziergang und weiteres Programm wird noch bekanntgegeben

 

Donnerstag:
9.00 bis 11.00 Uhr: begleiteter Stadtspaziergang durch die Berliner Mitte Potsdamer Platz zum Thema Stadtentwicklung

ca. 12.00 Uhr: Fahrt mit der S-Bahn zum Berliner Hauptbahnhof, Weiterfahrt Richtung Österreich

Wer möchte, kann den Aufenthalt noch individuell verlängern; bitte bei der Anmeldung bekanntgeben.

 

Reisepreis: 450 EUR, EZ-Zuschlag: 120 EUR (ohne Anreise)
inkludiert sind:
3 Übernachtungen auf Doppelzimmerbasis mit Frühstück im Novotel Suites, Anhalterstr.
72 Std. Berlin-Ticket für den Stadtverkehr in den Zonen A und B
drei Kiez-Führungen wie im Programm angegeben
Organisation und planetREISEN-Begleitung durch Marco Vanek
Unterlagen

nicht inkludiert:
Anreise mit dem Zug; mit Stand 18. Juli gibt es noch Sparschiene-Tickets von Linz nach Berlin um 62 EUR pro Richtung (inkl. Platzreservierung), von Innsbruck nach Berlin ab 46 EUR pro Richtung; der Standardtarif betragt pro Person ca. 125 EUR pro Richtung.
Essen und Getränke, Eintritte und ähnliches für weiteres Programm...

 

Gruppengröße: mind. 8, max. 13 Personen
Veranstalter: Mihail Bobocel, Linz, Eintragungsnummer 2008/0023 im Veranstalterverzeichnis des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend. Es gelten die aktuellen Reisebedingungen.