Esch und Luxemburg -  durchs  Kulturhauptstadtland 2022

Do. 5. bis Di 10. Mai 2022 (Rückkehr mit dem Nightjet am Di. Früh)

Esch an der Alzette und 18 weitere Gemeinden im Süden Luxemburgs und im benachbarten Frankreich sind heuer eine von drei Europäischen Kulturhauptstädten bzw. -regionen.  Über Jahre bestimmten Minen und deren Arbeiter die Gegend. Heute gehört beides einer Vergangenheit an, von der im Kulturhauptstadtjahr viel die Rede sein wird. 

 

Diese Vergangenheit beginnt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit dem industriellen Abbau der Eisenerzvorkommen. Zuerst im Tagebau, später auch in waagerechten Bergwerksstollen. Minette (kleine Mine) heißt das geförderte Eisenerz mit dem hohen Phosphoranteil. Ein hoher Eisenanteil in der Erde färbt sich durch Feuchtigkeit und Oxidation rot. Als "Land der roten Erde" wird die Gegend im Süden des Großherzogtums Luxemburg auch bezeichnet.

1882 wird in Dudelange (Düdeldingen) die erste Eisenhütte in Betrieb genommen.  ArbeiterInnen aus halb Europa strömen herbei, angelockt von guten Löhnen für harte Arbeit in Minen und Hüttenwerken. Esch wächst in kurzer Zeit vom 1000-Seelen-Dorf auf annähernd 30.000 Einwohner. Die EinwandererInnen kommen aus Polen, Deutschland und Italien, ab den 1960er Jahren auch aus Portugal. Sie stellen in Luxemburg noch heute die größte Gruppe der Arbeitsmigranten. Durch das Kulturhauptstadtjahr 2022 rückt der Industriegürtel zum ersten Mal ins Licht der europäischen Öffentlichkeit. Dort stünden imposante Industriedenkmäler neben der Natur des streng geschützten Unesco-Biosphärenreservates Minett. 

 

Durch Minett führt ein Weitwanderweg, auf dem wir auch an einem Tag ein Stück wandern werden.  Auf dem Trail wechselt sich Natur mit alten Bergarbeitersiedlungen ab, wie zum Beispiel das idyllische Dörfchen Lasauvage (Wilden) im Crosnière-Bachtal.  Rund zwölf Kilometer weiter tauchen wir in Wälder voller Buchen und Eichen ein - was für ein Kontrast! Noch bis in die 1960er Jahre hinein wurde hier im Ellergronn Erz gefördert. Heute zählt die Talaue zu den sechs Kernzonen des Biosphärenreservats Minett, dem einzigen in ganz Luxemburg.

 

Die Eckpunkte des Reiseprogramms

Fahrt mit dem Tagzug von Linz über Koblenz und Luxemburg Stadt nach Esch (Abfahrt 8.17, Ankunft 18.27 Uhr)

Donnerstag Abend bis Samstag: 
Stadtspaziergänge, Kulturveranstaltungen, Ausstellungsbesuche, Wanderungen in Esch und Umgebung mit einem Abstecher über die Grenze nach Frankreich...
Das Programm für Mai steht erst ab Februar fest; 

 

Sonntag:
Wanderung durch das Biosphärenreservat Minett; Gehzeit ca. 4 Stunden; genauere Route wird noch bekanntgegeben

 

Montag:
Erkundungen in der Hauptstadt Luxemburg
Am Abend: Weiterfahrt nach Koblenz und ab 23.46 Uhr Abfahrt des ÖBB-Nightjets nach Österreich (Ankunft in Linz um 7.46 Uhr)

 

Reisepreis: 480 EUR (ohne Zugticket), Einzelzimmerzuschlag: 48 EUR
inkludiert sind:
4 Übernachtungen auf DZ-Basis im Youth Hostel Esch (im Stadtzentrum gleich beim Bahnhof)
Organisation und Begleitung durch Marco Vanek
Unterlagen

 

Nicht inkludiert:
An- und Abreise nach Esch; Ticketpreis ab Passau nach Esch um ab 80 EUR, Rückfahrt mit dem Regionalzug und Nightjet: Ticket Nightjet ab Koblenz (von Sparschiene um 29,90 bis zum Komfort-Ticket 99,90 plus Liegewagen oder Schlafwagenzuschlag 40 bis 90 EUR)

Fotocredit: Esch 2022