Reiseletter vom 28. Dezember 2018

Wie klingt die stille...

...oder vom Glück ihr zu begegnen

Anfang der 90er Jahre war Günter Stoof monatelang allein auf einer Forschungsstation in der Antarktis. Als Techniker kümmerte er sich dort um die Messgeräte. Und weil ihn das russische Versorgungsschiff nicht abholte, musste er insgesamt zwölf Monate dort ausharren...

 

Stoof machte weiter, als sei nichts geschehen, lief in diesem Jahr um die zehntausend Kilometer durch die Antarktis, um die Messgeräte abzulesen.

Meistens herrschte Sturm, erzählte er kürzlich in der ZEIT. Doch manchmal legte sich der Sturm, und für wenige Minuten sei die Welt ganz still geworden. Kein

Wind. Kein Geräusch. Keine Bewegung. Absolut still. „Wenn ich mich an diese Stille erinnere, dann sehe ich vor mir die Nacht. Die Welt stand still. Alles war erstarrt. Und wenn ich einen Schritt tat, knirscht unter den Füßen der Schnee. Weit und breit war kein Leben, keine Bewegung. In diesem Moment dachte ich an nichts. Mich überkam ein Gefühl der Zufriedenheit. Es herrschte ein absoluter, vollkommener Frieden…"

 

Wenn nun die stille Zeit vorbei ist, wird es auch wieder ruhiger, hatte einst Karl Valentin süffisant bemerkt. Dieser Ruhe, die vielleicht irgendwann zur Stille wird, können wir besonders gut in den nächsten Wochen selbst entgegengehen, wenn um uns herum alles noch ruht. Sei es tief drinnen im verschneiten Wald oder hoch oben auf den Bergen, etwa „Am Stoa“, am Rande Oberösterreichs. Dort herrschen bereits beste Bedingungen vor, die Klänge der Stille einzufangen.

 

Einen ruhigen Start ins Neue Jahr und viel Inspirationen beim Durchstöbern unseres Reiseprogrammes wünscht im Namen des Teams

Marco Vanek 


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Etwa monatlich erscheint der Reiseletter mit Reiseinspirationen, aktuellen Hinweisen und Hintergrundinformationen
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