
23. August bis 5. September 2026
Unsere Wanderreise ins westbulgarische Balkangebirge verbindet eindrucksvolle Karstberge, weite Hochflächen und schattige Buchenwälder mit lebendigen Balkan-Städten, orthodoxen Klöstern und sozialistischer Alltagsarchitektur. Zwischen dem Hausberg Vitosha über Sofia und den steilen Felswänden des Vratsa-Balkan spannt sich ein Bogen von sanften Panoramawegen bis zu eindrucksvollen Schluchten und Wasserfällen, immer erreichbar mit Bahn, Bus und Stadtverkehr.
Die Nähe zur Hauptstadt Sofia erlaubt es, Berg- und Stadterlebnis zu verbinden: An vier Wandertagen erkunden wir die unterschiedlichen Gesichter des Vitosha-Gebirges – etwa eine Waldrunde zum Kloster, einen Höhenweg zwischen Liften und Hütten und eine längere Tour hinauf in die offene Hochfläche – jeweils mit Busanbindung, teils ein Stück mit einer Seilbahn von und nach Boyana, dem Stadtteil, wo sich unser Hotel befindet. An einem Tag machen wir eine gemütlichere Stadtwanderung von den südlichen Wohnvierteln mit ihrer Mischung aus sozialistischer Bebauung und neuen Wohnhäusern ins historische Zentrum mit Kirchen, Bädern und Markthallen. Da bekommen wir einen guten Einblick in die Entwicklung Sofias zwischen Osmanischem Reich, Königreich und Sozialismus.

Städte unterwegs: Belgrad, Sofia, Vratsa, Craiova
Die Anreise mit der neuen Zugverbindung Wien–Belgrad macht den Weg zum Teil des Erlebnisses und eröffnet einen Blick auf die sich wandelnde Verkehrsinfrastruktur entlang des Balkan-Korridors; ab März 2026 ist die direkte Verlängerung der Schnellzugverbindung Belgrad–Budapest bis Wien vorgesehen. In Belgrad bleibt Zeit für einen Abendspaziergang zwischen Donau, Save und dem historischen Kalemegdan, bevor es am nächsten Tag mit dem Flixbus weiter nach Sofia geht. Dieser ersetzt die gerade entstehende neue Bahnstrecke zwischen Belgrad - Nis - Sofia.
Sofia ist während des sechstägigen Aufenthalts Basis für Bergtouren und Stadtwanderung ideal, um morgens schnell auf die Wege zu gelangen und abends mit dem Linienbus zurück in die Stadt zu fahren. Danach wechseln wir in den nördlichen Teil des Balkangebirges. Am Rande der Stadt Vratska, dort wo die Wanderwege in die Balkanberge beginnen, haben wir ein nettes Hotel reserviert. Nach den Wandertagen im Naturpark bei Vratsa führt die Route weiter nach Craiova in Rumänien, einer lebendigen Regionalmetropole mit historistischem Zentrum und Parks. Am Nachmittag fahren wir von dort mit dem Zug zum rumänischen Bahnknotenpunkt Sameria. Dort können wir noch einen gemütlichen Abend verbringen, ehe wir um kurz nach Mitternacht mit dem Nachtzug direkt nach Wien fahren. Ankunft in Wien um ca. 8.39 Uhr.
Anforderungen:
Viele der geplanten Wanderungen entsprechen den Anforderungen unserer HOCH&WEIT-Touren: mind. 5 Stunden Gehzeit, ein bis zwei Touren bis zu 1000 Höhenmeter im alpinen Gelände auf über
2000m Seehöhe, meist auf Wegen in der Klassifikation T1 und T2, in Absprache mit der Gruppe können auch einige Abschnitte begangen werden, die in die Wegeklasse T3 fallen. Wer
einmal nicht mitgehen möchte, kann gerne einen gemütlichen Pausentag im Tal verbringen.
T1 – Wandern:
Weg: Gut gebahnter, meist breiter Weg, Gelände flach oder nur leicht geneigt, praktisch keine Absturzgefahr
Anforderungen: Keine spezielle Ausrüstung, Orientierung problemlos, oft auch ohne Karte möglich; Turnschuhe oder leichte Wanderschuhe reichen
T2 – Bergwandern:
Weg: Deutlich erkennbarer Weg mit durchgehender Trasse, Gelände teils steil, Absturzgefahr nicht völlig ausgeschlossen
Anforderungen: Elementare Trittsicherheit und einfaches Orientierungsvermögen; stabile Wanderschuhe empfohlen, etwas Kondition erforderlich
T3 – anspruchsvolles Bergwandern:
Weg: Wegspur nicht immer klar erkennbar, steileres, oft steiniges oder gerölliges Gelände; ausgesetzte Stellen möglich, teilweise mit Ketten oder Seilen gesichert, gelegentlich Einsatz der Hände fürs Gleichgewicht
Anforderungen: Gute Trittsicherheit, durchschnittliches Orientierungsvermögen und erste alpine Erfahrung; feste Wander- oder Trekkingschuhe nötig, Schwindelfreiheit an exponierten Passagen hilfreich
Öffentlicher Verkehr und Quartiere
Alle Etappen der Reise – von der Langstreckenanreise über die Transfers nach Sofia, Vratsa und bis zu den Bergwanderungen – sind so angelegt, dass sie mit Bahn, Fern- und Linienbussen realisierbar sind. In Sofia ist unser Quartier das Boutiquehotel Casa de Boyana, während in Vratsa das Stadthotel als Basis dient, von dem aus Busse und Taxis in wenigen Minuten die Eingänge des Naturparks erreichen.
Wir übernachten einmal in Belgrad, sechs Nächte in Sofia, vier Nächte in Vratsa und eine Nacht in Craiova, sodass 10 Tage Wandern und Erkunden mit
Tagesetappen von ca. 5 Stunden (auf Wunsch individuell auch kürzer oder länger), viel Naturkontakt und die regionale Küche verbunden werden. Durch die Konzentration auf
Bahn, Bus und lokale Verkehrsmittel bleibt die CO₂-Bilanz der Reise vergleichsweise niedrig und knüpft an eine ursprüngliche Art des Reisens an, bei der Wege, Übergänge und Begegnungen genauso
wichtig sind wie die Gipfelziele.
Unsere Hotels:
1 Nacht in Belgrad: Hotel Rex
6 Nächte in Sofia: Residence-Hotel Casa Boyana, am Fuß des Vitosha-Gebirges
4 Nächte in Vratsa: Hotel Chaika, am Stadtrand, direkt am Einstieg zu verschiedenen Wanderwegen
1 Nacht in Craiova: Hotel Rexton, am Rande der Altstadt
Weiters fahren wir eine Nacht mit dem Nachtzug von Craiova direkt nach Linz
Landschaften rund um Sofia & Vitosha
Der Vitosha erhebt sich wie ein breiter Tafelberg direkt hinter den südlichen Stadtvierteln Sofias; vom Stadtteil Boyana aus führen markierte Wege durch Laub- und Nadelwälder hinauf zu offenen Hochlagen mit weitem Blick über die Millionenstadt. Rund um den Dragalevtsi-Klosterbereich und die benachbarten Stadtteile beginnen zahlreiche Pfade, die sich zu Tageswanderungen kombinieren lassen – von gemütlichen Waldwegen bis zu anspruchsvolleren Aufstiegen Richtung Aleko-Hütte und auf den höchsten Gipfel des Gebirgszuges Cherni Vrah, ca. 2200 m.
Vratsa-Balkan (Wraza) und Naturpark
Nach der Zugfahrt von Sofia nach Vratsa taucht die Reise in eine ganz andere Bergwelt ein: direkt oberhalb der Stadt schließt der Naturpark „Vrachanski Balkan“ mit seinen steilen Kalkwänden, tief eingeschnittenen Tälern und Karstquellen an. Die berühmte Vratsata-Schlucht mit ihren senkrechten Felsen markiert das Tor in ein weitläufiges Netz von Wanderwegen, die zu Aussichtspunkten, Hütten und Wasserfällen wie der Skaklya-Kaskade führen.
Kostenbeitrag: 1220 EUR im Doppelzimmer, EZ-Zuschlag: 268 EUR (ohne Fahrtkosten)
inkludiert sind 12 Übernachtungen in guten Mittelklassehotels
Organisation und Wanderbegleitung von Marco Vanek
Besorgung der Tickets
Reiseunterlagen
die zu erwartenden Fahrtkosten (ca. 275 EUR):
österr. Grenze - Belgrad mit dem Zug ca. 70 EUR
Belgrad - Sofia: mit dem Flixbus: ca. 30 EUR
Sofia - Vratsa - Craiova: ca. 25 EUR
Craiova - Simeria: ca. 20 EUR
Simeria - Wien Hauptbahnhof (im 2er Schlafwagen): ca. 115 EUR (Abschläge für niedrigere Kategorien)
Wir verrechnen die Tagespreise der besorgten Tickets ohne Aufschlag weiter.
Hinzu kommen noch die lokalen Transfers (Bustickets bzw. anteilige Taxikosten) zu den Ausgangspunkten oder vom Wanderziel zum Hotel. Diese werden vor Ort anteilig
verrechnet.
Nicht inkludiert sind:
Essen, Getränke, Führungen, Eintritte sofern nicht im Reisepreis enthalten, Citytax...
Reisekonzept und Wanderbegleitung: Marco Vanek
Gruppengröße: mind. 6, max. 12 Personen
Reiseveranstalter: ROT-Reisen, Mihail Bobocel, Linz im Auftrag von planetREISEN
KUNDENGELDABSICHERUNG GEMÄSS EU-PAUSCHALREISERICHTLINIE:
Informationen zu unserer Reiseinsolvenzabsicherung sind unter:
http://www.gisa.gv.at/abfrage unter der GISA-Zahl 15116246 abrufbar.
Wir empfehlen den Abschluss einer Reiseversicherung!
Fotos: wikipedia, unter der Commonlizenz CC BY-SA 3.0
