Die Reihe WL‑GEHnuss lädt dazu ein, das Welser Umland im Jahr 2026 in gemütlichen Tagesetappen auf einem rund 160 Kilometer langen Rundweg neu zu entdecken. Schritt für Schritt erschließen wir uns dabei die vielfältigen Kulturlandschaften des Bezirks Wels‑Land, erleben Flussräume, Hügelland, Dörfer und Auwälder und „lesen“ gemeinsam die Veränderungen dieser Region zwischen bäuerlichem Alltag, Klostertradition, Industrie und modernen Siedlungen.

ABGESAGT wegen zu großer Hitze / neuer Termin wird festgelegt:
Freitag, 26.6.: Von Buchkirchen nach Kirchberg
Weiters sind folgende Touren geplant:
Achtung neuer Termin: 12 August: von Bad Schallerbach nach Gallspach (mit Bademöglichkeit am Ende in einem Naturbadeteich)
19. September: Mitte Nord: Von Offenhausen nach Gunskirchen
23. Oktober: Mitte West: Von Pichl nach Krenglbach
4. November: Südost: Weißkirchen - Thalheim - Wels
später nachgeholt werden:
Offenhausen - Lambach
Buchkirchen - Kirchberg
Folgende abgesagte Wanderungen werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt - Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben:
Wels-Land-GEHnuss #2: Von Offenhausen nach Lambach
Die Etappe von Offenhausen nach Lambach führt uns großteils auf Schotter- und Naturwegen vom sanft gewellte Hügelland des Hausruck‑Voralpenvorlandes über den Krailberg, dem höchsten Gipfel des Bezirkes Wels-Land bis nach Lambach. Einkehr am Ende in eine Pizzeria am Marktplatz von Lambach.
Gehzeit: ca. 4 Std., ca. 14 km, ca. 140 hm
Treffpunkt: Bushaltestelle Offenhausen OÖ, Feuerwehr (Fahrt mit dem Regionalbus 640 nach Offenhausen ab 10.20 Wels Hauptbahnhof Busterminal)
Wels-Land-GEHnuss #3: Von Buchkirchen nach Thening
Wir durchwandern den nordöstlichen Teil des Welser
Umlandes, eine sanft-hügelige Kulturlandschaft mit weitem Panorama und viel bäuerlichem Charakter. Einkehr in Kirchberg geplant.
Gehzeit: ca. 4:30 Std., 16km, 220 hm
Start: Bushaltestelle Buchkirchen Feuerwehr
zurück mit der Linzer Lokalbahn zum Hauptbahnhof Linz
Anmeldung immer bis zum Vortag spätestens 17.00 Uhr bei Marco Vanek, SMS oder Whatsapp: 06645401722
14. März 2026:
Südwesten: Bad Wimsbach-Neydharting - Stadl-Paura - Lambach. Zum Blogbeitrag

Wie wir unterwegs sind
Verteilt über das Jahr 2026 sind wir in einzelnen Tagesetappen unterwegs, Schritt für Schritt, ohne Eile und ohne Vorwissen. Durch Felder mit Getreide und Mais, vorbei an Wiesen, Wäldern und Streuobstzeilen. Wir tauchen ein in die kühlen Auwälder an Traun und Alm. Und wir stehen immer wieder in lebendigen Orten mit Kirche, Pfarrhof und kleinem Platz.
So wechseln sich Flussräume, Dörfer, sanfte Hügel und Wälder ab. Wir können stehen bleiben, hinschauen, fragen und erzählen: Wie hat sich das Leben hier verändert? Was ist geblieben, was ist neu?
Es geht nicht um sportliche Leistung. Es geht um gemeinsames Schauen, Zuhören und ins Gespräch kommen – über bäuerlichen Alltag, Land- und Forstwirtschaft, Raumplanung, klösterliche Vergangenheit, Industrie am Fluss oder den Wandel der Dörfer.
Unterwegs nehmen wir uns Zeit für kleine Pausen, Aussichtspunkte und persönliche Erinnerungen. Jede und jeder kann eigene Erfahrungen einbringen.
Am Ende entsteht in unseren Köpfen ein lebendiges „Lesebuch" dieser Region: Wir haben nicht nur Kilometer gesammelt, sondern Bilder, Geschichten und neue Blickwinkel auf eine Landschaft, die wir sonst oft nur im Vorbeifahren wahrnehmen.
Was wir erleben – die verschiedenen Landschaften
Geistiges Zentrum: Lambach und Bachmanning
Das Benediktinerstift war jahrhundertelang geistliches und wirtschaftliches Zentrum. Die Traun diente als wichtige Verkehrsachse.
Unser Weg führt durch die gepflegte, hügelige Kulturlandschaft, Wälder und gewachsenen Siedlungen zum höchsten Punkt im Bezirk Wels Land. Ein ideales Umfeld, um über die Verbindung von Kloster, Landwirtschaft und Verkehrswegen zu sprechen.
Sanfte Hügellandschaften: Pichl, Offenhausen, Pennewang
Hier erleben wir die typischen Hügellandschaften zwischen Wels und dem Hausruck. Weite Blicke, Einzelgehöfte, Kapellen und Streuobstwiesen prägen das Bild.
Die Landwirtschaft steht im Vordergrund: Wie die Felder angelegt sind, wie groß die Höfe sind, wo Wald wächst – all das erzählt von der Entwicklung. Vom kleinbäuerlichen Mischbetrieb zu spezialisierten Landwirtschaftsbetrieben im Umfeld der wachsenden Stadt Wels.
Verkehrs- und Siedlungslandschaft: Marchtrenk, Krenglbach, Gunskirchen
Diese Abschnitte führen uns näher an Siedlungen und Verkehrswege heran. Hier sehen wir deutlich, wie Dörfer,Wohn- und Gewerbegebiete sowie Straßen zusammenwachsen. Und wie wichtig kleine Grünzüge, Bachläufe oder Restwälder als Landschaftstrittsteine für Tiere und Pflanzen bleiben. In der Region ist der Konkurrenzkampf um die Ressource Boden besonders ausgeprägt.
Ruhige Landschaft: Weißkirchen, Sipbachzell, Schleißheim
Im Norden und Osten der Runde wird es stiller. Sanfte Höhenrücken, kleinere Bachtäler und ein Netz von Güter- und Feldwegen.
Diese Etappen haben einen ruhigen Charakter. Sie bieten weite Ausblicke zur Alpenkette und eignen sich besonders für genussvolle Tageswanderungen auf leichten Wegen.
Stadtrand mit Auwäldern: Thalheim und Wels
Vom Stadtrand geht es rasch in die Traunauen. Auwälder, Ufergehölze und Altarme bilden einen starken Kontrast zur dichten Bebauung.
Hier können wir gut den Mix an Flussregulierung, Kraftwerksbau, Hochwasserschutz, Freizeit- und Naturschutznutzung beobachten. Gut sichtbar sind auch noch frühere Nutzungsformen entlang der Traun-Wanderwege: Trift, Mühlen, Gewerbeentwicklung
Landidylle: Stadl-Paura und Sattledt
Auf dieser Route wechseln auf kurzen Distanzen Auen, Äcker, Siedlungen und kleine Waldstücke. So erleben wir nochmals die ganze Bandbreite der Region – vom idyllischen Platzerl bis zu beliebten Erholungsräumen.
Der landschaftliche Rahmen
Charakteristisch ist der ständige Wechsel: Offene Felder mit Getreide und Mais, Wiesen und Streuobstbäumen, Wäldern, Auenlandschaften entlang von Traun und Alm, Ortskerne mit Kirchen, Pfarrhöfen, kleinen Plätzen, Klöster wie Stift Lambach manchmal ausufernden Handels-, Gewerbeflächen und Wohngebieten.
So wird die historische und aktuelle Entwicklung in dieser Region gut sichtbar.
Die Topografie bleibt moderat: Der höchste Punkt liegt bei etwa 500 Metern, die Auenbereiche knapp unter 300 Metern Seehöhe. Dazwischen sanfte Rücken und flache Kuppen.
Gerade diese Übergänge machen den Reiz aus: Vom Flussraum in dichte Siedlungen, von Streudörfern in Ortskerne, vom Hügelland zurück zu den Auen. So können wir die Landschaft Schritt für Schritt „lesen".
Was wir mitnehmen werden
Wer mit uns geht – alle Etappen oder auch nur einzelne – wird viele Facetten dieser Landschaft erleben.
Am Ende haben wir ein „Lesebuch" der Region im Kopf: vom bäuerlichen Leben, von römischer und klösterlicher Vergangenheit, von Industrie und Gewerbe, von Uferwegen und dem Wandel der Dörfer. Gerade dieses Zusammenspiel verleiht dieser Kulturlandschaft ihren besonderen Charakter.
Idee: Renate Leitinger
Begleitung und inhaltliche Aufbereitung: Renate Leitinger, Marco Vanek
