
Was macht eine Reise besonders? Nicht unbedingt das Bekannte, das ohnehin jeder kennt. Unser Programm 2027 folgt einer einfachen Überzeugung: Dass die interessantesten Orte oft dort liegen, wo die großen Reisegruppen nicht hinschauen. Städte, die Europa geprägt haben, aber selten auf den Titelseiten der Reisekataloge auftauchen. Landschaften, die man mit dem Zug und mit dem Linienbus erreicht. Und die umso mehr erzählen, je langsamer man sich durch sie bewegt.
Wir erkunden auch weiterhin unsere Nahräume: das steirische Bergland im Winter, den Bregenzer Wald im Frühling, die ungarische Puszta im April. Aber wir schauen auch weiter: ins Herz Frankreichs in die Auvergne, ins englische Yorkshire, in das Banater Bergland in Westrumäniens, nach Schlesien, in den Balkan. Regionen mit tiefer Geschichte und eigenem Charakter – abseits der ausgetretenen Touristenpfade.
Ob GEHnuss-Tage in ruhiger Winterlandschaft, Architekturtour durch eines der europäisches Stadtlabore oder Zugreise durch eine fast vergessene Kulturregion: Alle unsere Reisen verbindet derselbe Ansatz. Wir gehen zu Fuß, wo immer es geht. Wir kehren ein. Wir schauen genau hin. Und wir reisen bewusst – mit Bahn und Bus, so oft wie möglich.
Reiseziele im Winter und Frühjahr 2027:
Die nachfolgenden Reisen sind bereits fix, die jeweiligen Ausschreibungen werden bis Ende Juni vorbereitet. Vormerkungen sind bereits möglich. Sobald die Ausschreibung fertig ist, werden alle
Vorgemerkten informiert, dass sie sich innerhalb einer gewissen Frist fix anmelden können.
18. bis 21. Jänner 2027 –
Mürztal: WinterGEHnuss im steirischen Hinterland des Semmerings
Mitte Jänner 2027 laden wir zu ruhigen WinterGEHnuss-Tagen nach Mitterdorf im Mürztal ein. Auf leichten Wegen zwischen Veitsch und Mürz erleben wir die stille Winterlandschaft der Hochsteiermark – mit kurzen täglichen GEH‑Runden, wärmenden Einkehrmöglichkeiten und Zeit zum Innehalten abseits des Ski‑Rummels im steirischen Hinterland des Semmeringgebietes.
25. bis 29. Jänner 2027:
Komárno: Ins slowakische Thermenland an der Donau
Wo Donau und Váh einander treffen, liegt eine der ältesten Städte der Slowakei: Komárno. Die Stadt, die einst als bedeutende Festung der Habsburger Monarchie die Donaugrenze sicherte, hat heute einen besonderen Charme, der zwischen mitteleuropäischer Geschichte und entspanntem Alltag an großen Strömen pendelt. Wir erkunden das historische Zentrum mit dem einzigartigen Europäischen Innenhof, besuchen das Donaulandschaftsmuseum, spazieren durch die Donauauen und wer möchte, kann sich in den warmen Thermalquellen wärmen, für die diese Region bekannt ist. Eine ruhige Winterreise in ein Stück Mitteleuropa, das kaum jemand auf der Landkarte hat.
15. bis 19. Februar 2027(oö. Semesterferien):
KulturGEHnuss Ptuj
Ptuj, auf Deutsch Pettau, ist die älteste Stadt Sloweniens und eine der am wenigsten bekannten Perlen des ehemaligen steirischen Kulturraums. Gepflasterte Gassen, römische Überreste, mittelalterliche Klöster und ein Schloss hoch über der Drau: Die Stadt erzählt europäische Geschichte auf engem Raum. Wir gehen zu Fuß durch die Altstadt, folgen den Spuren der Römer, besuchen das Schlossmuseum und erleben eine Stadt, die ihren Alltag noch auf eigene Art lebt – fern vom großen Touristenstrom. Ideal für die Semesterferien: ein erster Frühlingshauch auf dem Balkon Mitteleuropas.
25. bis 28. Februar:
ArchitekTouren durch Brünn
Brünn ist eine europäische Architekturstadt ersten Ranges – und wird als solche noch immer unterschätzt. Das Zusammenspiel von Gründerzeitvielfalt, tschechischem
Jugendstil und der einzigartigen Dichte an Bauten der Klassischen Moderne macht die mährische Hauptstadt zu einem Laboratorium des 20. Jahrhunderts. Wir wandern von der Villa Tugendhat* – Mies
van der Rohes berühmtestem Wohnbau, UNESCO-Welterbe – durch die Gründerzeitviertel, entlang der Funktionalismusbauten der Zwischenkriegszeit und durch die lebendige Altstadt mit Krautmarkt und
Spielberg. Brünn zu Fuß erleben: ein Genuss für alle, die Architektur nicht nur im Buch kennenlernen wollen.
* Ab Oktober steht es fest, ob wir Tickets für eine Führung durch die Innenräume der Villa Tugendhat bekommen werden. Wenn nicht, bleibt uns nur die Sicht
vom Garten auf die Glasfront des Gebäudes.
3. bis 7. März 2027:
Frankfurt/Main: Architektur, Kultur und das liebe Geld
Frankfurt gilt als Bankenmetropole – und verbirgt dahinter eine erstaunlich vielschichtige Stadt. Wir widmen uns dem anderen Frankfurt: dem Museumsufer mit seiner einmaligen Dichte europäischer Ausstellungshäuser, dem Deutschen Architekturmuseum mit seiner internationalen Ausstrahlungskraft, der mühsam wiedererbauten Altstadt rund um den Römerberg und dem lebendigen Sachsenhausen südlich des Mains. Sollten wir Zugang zur Europäischen Zentralbank bekommen, so werden wir dort auch eine Führung machen. Auf jedem Fall: Flanieren entlang des Eisernen Stegs, Einkehren in einer Apfelweinstube, Staunen über eine Stadt, die Wiederaufbau, Modernismus und historische Rekonstruktion auf engstem Raum nebeneinander trägt. Frankfurt ist immer für eine Überraschung gut.
21. bis 26. März 2027 (Karwoche):
Kulturreise nach Ravenna
Nur einige Stunden vom Brenner entfernt liegt eine Stadt, die das europäische Frühmittelalter wie kaum eine andere bewahrt hat: Ravenna. Acht UNESCO-Welterbestätten
auf kleinstem Raum – darunter die strahlenden Mosaike von San Vitale, das Mausoleum der Galla Placidia und die Basilika Sant'Apollinare in Classe – machen Ravenna zu einem der bedeutendsten
Zeugen spätantiker Kunst und Kultur. Die Karwoche ist dafür ein besonderer Moment: Die Stimmung in den Kirchen, das langsame Erwachen des Frühlings in der Po-Ebene und die angenehme Stille vor
der Ostertouristik geben der Reise ihre eigene Farbe. Dazu: das Grab Dantes, die Altstadt und das Lebensgefühl der Romagna...
22. bis 25. April 2027:
Bregenzer Wald erkunden:
Der Bregenzerwald ist weit mehr als ein schönes Stück Vorarlberg. Er ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Baukultur, Handwerk und Landschaft eine Einheit bilden können. Das Landgasthaus zum Goldenen Hirschen in Hittisau ist dabei unser Ausgangspunkt: das einzige Frauenmuseum Österreichs ist gleich um die Ecke zuhause, der „Umgang Bregenzerwald"-Dorfrundgang erschließt die regionale Gestaltungskultur, und über 120 Almen laden zu Wanderungen in eine Landschaft ein, die ihren Rhythmus noch selbst bestimmt. Wir gehen zu Fuß, sind mit Öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, lernen die Handwerks- und Baugeschichte des Waldes kennen und genießen ein Stück Österreich, das vielen von uns überraschend unbekannt ist.
2. bis 5. Mai 2027
Wandern im Böhmerwald am Fuße des Hochfichts
Vier Tage lang erkunden wir die stillen Wälder und weiten Höhenrücken rund um den 1.338 Meter hohen Hochficht im oberösterreichischen Mühlviertel, direkt im
Grenzgebiet zwischen dem Mühlviertel und Südböhmen. Auf abwechslungsreichen Wegen mit aussichtsreichen Punkten genießen wir die Frühlingsnatur, Waldstille und weite Panoramen über den Böhmerwald.
Uns erwarten gut begehbare Wald- und Grenzwege, Zeit für Einkehr und Gespräche sowie gemütliche Abende in unserer Unterkunft. Ideal für alle, die Gehen, Natur und grenzüberschreitende
Landschaftserlebnisse verbinden möchten.
Reiseideen in der Vorplanungsphase:
April/Mai: durch den Osten von Paris - durch versteckte Grätzel abseits der großen Sehenswürdigkeiten
Mai: KulturGEHnuss in und um Jena
Ende Mai/Anfang Juni: GEHnuss im Banater Bergland (Westrumänien)
Juni: Schlesien – IndustrieKULTOUR einst und heute (Breslau, Katowice)
Sommer: NaturGEHnuss in Yorkshire – eine Zugreise in den Norden Englands
Frühherbst: Auvergne GEHnießen – mit dem Zug durch die Mitte Frankreichs
Oktober: Große Balkanrundreise mit Bahn und Bus in den Kosovo, Nordmazedonien und über Serbien zurück
Ende Oktober: HerbstGEHnuss Wallonie (Namur & Ardennen)
Jahreswechsel: irgendwo in Mitteleuropa - schnell von Österreich erreichbar
... und noch weitere kürzere Reisen 2027 geplant
