planetREISEN ist ein kleiner, gemeinnütziger Reise‑ und Bildungsverein für Menschen, die Landschaften erkunden, Zusammenhänge verstehen und lieber langsam unterwegs sind. Gemeinsam entdecken, miteinander ins Gespräch kommen – bei uns treffen einander Menschen mit ähnlichen Interessen. Wir organisieren Wanderungen, Exkursionen und Reisen, bei denen Natur, Geschichte und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen – nicht der Pauschalurlaub. Auf dieser Seite informieren wir laufend über neue Termine, frische Texte und Reisen, die zum Mitreisen, Mitgehen und Mitdenken einladen.
Zum Titelbild: Auf unserer Reise durch die Baranya sind wir auch durch das Dorf Kisjakabfalva ganz im Süden Ungarns spaziert. Heute leben hier nur mehr 80 Menschen, viele davon sind Ungarndeutsche, die hauptsächlich Landwirtschaft betreiben.
Wir planen Reisen für Menschen, die langsamer unterwegs sein wollen und genauer hinschauen. Statt Highlights im Eiltempo abzuhaken, lassen wir Stadt‑, Natur‑ und Kulturlandschaften in Ruhe auf uns wirken – mit ihren schönen Ansichten, aber auch mit Brüchen, Alltagswegen und Zwischentönen.
Auf unseren Reisen stehen nicht Kulissen im Vordergrund, sondern Fragen: Wie wird hier gelebt und gearbeitet? Wie haben Geschichte, Politik und Wirtschaft diesen Ort geprägt? Was erzählt die Architektur, was verraten Bahnhöfe, Wohnbauten oder Flussräume über eine Stadt? So werden Reisen zu kleinen Forschungsreisen, bei denen Zusammenhänge sichtbar und Geschichten erfahrbar werden.
Wir sind mit Bahn und öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und bewegen uns vor Ort vor allem zu Fuß. Lieber wenige, gut gewählte Stationen und längere Aufenthalte als ein dichtes Feuerwerk an Programmpunkten – mit Zeit für Pausen, Umwege und Gespräche. So entstehen Reisen, die leiser sind als viele klassische Angebote und gerade deshalb lange nachwirken.
Unter dieser Rubrik sammeln wir Texte, in denen Reisen nicht mit der Heimkehr enden. Hier stellen wir Zusammenhänge her, greifen Fragen auf, die unterwegs auftauchen, und beleuchten Städte, Landschaften, Architektur, Geschichte und Alltagsleben etwas gründlicher. Wer Lust hat, hinter Postkartenbilder und Programmpunkte zu schauen, findet hier Anregungen zum Weiterlesen und Mitdenken.
Ungarische Baranja:
Die Kulturstadt Pécs, Weindörfer und Minderheitenkultur
Zwischen Donau, Drau und den Hängen des Mecsek-Gebirges verbirgt sich mit der Baranja eine jener Landschaften, die auf der Landkarte unscheinbar wirken und vor Ort umso dichter werden. Hier treffen die Kulturstadt Pécs auf Weinbaudörfer und Orte, in denen ungarndeutsche, kroatische und serbische Traditionen bis heute nachhallen. Wer sich Zeit nimmt erlebt Südungarn als leisen, vielsprachigen Kulturraum - fern der großen Metropolen, aber nah an den Menschen, ihrer Geschichte und ihrem Alltag.
Osijek/Essegg:
Eine Stadt im leisen Wandel an der Drau zwischen der Baranya und Slawonien
Wenn wir nach Kroatien reisen, denken viele von uns zuerst an die Küste: Dubrovnik, Split, die Inseln. Osijek – kroatisch Osijek, historisch Essegg – liegt dagegen weit im Osten an der Drau, im fruchtbaren Dreieck von Slawonien und Baranja. Für unsere Baranja‑Reise ist die Stadt das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum auf kroatischer Seite, in dem sich zeigt, wie sich eine „Randregion“ politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich neu erfindet.
Olmütz:
Mährens vergessenes Zentrum im Schatten des Massentourismus
Olmütz liegt im geografischen und historischen Herzen Mährens und bleibt dennoch eine der am wenigsten besuchten Städte von europäischem Rang. Während Prag jährlich 8 Millionen Besucher verzeichnet, zählte die Region Olmütz 2023 etwa 750.000 Übernachtungen, davon nur 137.000 von ausländischen Gästen. Unsere Reise Ende März 2026 bestätigte diese Statistik eindrucksvoll: In der Karwoche trafen wir fast ausschließlich auf österreichische Besucher – internationale Touristengruppen blieben komplett aus.
Unsere Texte sind Einladungen zum Mitreisen und Mitdenken - auch vom Sofa aus. Weitere Texte in der Rubrik Vertiefen
Unsere Formate Wandern und NaturGEHspräche laden dazu ein, verschiedene Landschaften Schritt für Schritt zu erkunden und dabei gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Auf einfachen Wegen nehmen wir uns Zeit für Naturbeobachtungen, regionale Geschichte und aktuelle Fragen. Die Strecke wird so zur Bühne für Austausch, Fragen und neue Blickwinkel. "Die Wanderungen haben unterschiedliche Anforderungen: GEHzeiten sind gemütliche Touren (3-4 Stunden), Hoch&Weit sind anspruchsvolle Bergwanderungen (5+ Stunden, bis 1000 Höhenmeter).
Unsere nächsten Termine:
ABGESAGT wegen Schlechtwetter
Freitag, 5. Juni
Wels-Land-GEHnuss #2: Von Offenhausen nach Lambach
zur Zeit nur Warteliste:
Grüne Wandern
Samstag,. 6. Juni: Wienerwald - im Hinterland von Klosterneuburg
St. Andrä-Wordern - Lourdesgrotte - Sonnkogel (482m) - Kritzendorf
gemeinsam mit den Grünen Generationen Plus Wien. Näheres unter.
Freitag, 26. Juni
Wels-Land-GEHnuss #3: Von Buchkirchen nach Thening
Wir durchwandern den nordöstlichen Teil des Welser Umlandes, eine sanft-hügelige Kulturlandschaft mit weitem Panorama und viel bäuerlichem Charakter. Einkehr in Thening geplant.
Gehzeit: ca. 4:30 Std., 16km, 220 hm
Start: 12.10 Uhr, Bushaltestelle Buchkirchen Feuerwehr
zurück mit der Linzer Lokalbahn zum Hauptbahnhof Linz
Generationenwanderung gemeinsam mit Gplus OÖ:
Samstag, 27. Juni 2026
GEHnuss am Almsee: Naturperle samt Bergkulisse (OÖ)
Eine Generationswanderung zu einem der schönsten Gebirgsseen Oberösterreichs
Anmeldung zu allen Wanderungen immer bis zum Vortag spätestens um 17.00 Uhr bei Marco Vanek via SMS oder WhatsApp.
Unsere Erkundungen - meist gegen einen Unkostenbeitrag für die Führungen und Eintritte - sind bewusst langsam angelegte Stadt‑ und Landschaftsspaziergänge, bei denen wir mit offenen Augen durch Quartiere, Bahnhofsviertel, Industrieareale oder Randzonen gehen und nach den Geschichten hinter Häusern, Wegen und Plätzen fragen. Statt Sehenswürdigkeiten „abzuhaken“, richten wir den Blick auf Brüche, Übergänge und Alltagsräume – und versuchen gemeinsam zu verstehen, wie sich Städte und Regionen verändern und was das mit unserem Leben zu tun hat. Unter dieses Format fallen auch Besuche von Kunst- und Kultureinrichtungen...
Unsere nächsten Termine:
Freitag, 22. Mai
GrätzelGEHspräch Hietzing III: Von Lainz nach Speising (W)
Mit Gerhard Jordan und anderen Bewohnerinnen aus Hietzing spazieren wir durch ein für viele unbekanntes Wien: Das Gebiet ist zwar nicht „ländlich“, aber teilweise durchgrünt und mit interessanten kommunalen Wohnanlagen, samt Einkehr in ein Wirtshaus am Ende der Tour. Unkostenbeitrag: 10 EUR
Start: ca. 14.00 Uhr, genauer Ort wird noch bekanntgegeben.
Donnerstag, 9. Juli:
NaturGEHspräch mit Renate Leitinger: Wieviel guten Boden braucht der Mensch? (OÖ)
Zwischen Neubaugebieten, Gärten und Zufahrten liegt oft vergessen, was einmal darunter war: fruchtbarer, lebendiger Boden – Grundlage unserer Zukunft. Dieses NachmittagsGEHspräch mit Renate Leitinger führt uns nach Steinhaus bei Wels, wo sichtbar wird, wie sorglos vielerorts mit dem knapp gewordenen Gut Boden umgegangen wird. Beim Gehen erschließen sich Zusammenhänge: Wie beeinflusst Bodenverbrauch unsere Ernährungssicherheit, den Wasserhaushalt oder die Artenvielfalt? Was zeigt uns die Landschaft selbst, wenn wir sie aufmerksam lesen?
Treffpunkt: 13.05 Uhr, Bahnhaltestelle Steinhaus
erreichbar mit der Almtalbahn ab Wels um 12.50 Uhr, Ankunft 13.01 Uhr in Steinhaus
Aus organisatorischen Gründen bitte wir um Anmeldung bis 7. Mai bei Marco Vanek Tel.: 06645401722 oder per
WhatsApp.
Aus organisatorischen Gründen bitte wir um Anmeldung bis 17. Mai bei Marco Vanek Tel.: 06645401722 oder per WhatsApp.
Unsere Reisen sind bewusst langsam angelegte Erkundungs-, Natur-,und Städtereisen, auf denen wir mit Zug, Bus oder Schiff unterwegs sind und unterwegs Zeit zum Aussteigen, Hinsehen und Nachfragen haben. Wir sind kein Reisebüro, sondern ein gemeinnütziger Verein: Die touristischen Leistungen wie Anreise, Unterkunft oder Verpflegung kaufen wir über Partnerreisebüros ein und verrechnen sie in einer eigenen Zahlungstranche. planetREISEN selbst ist für das inhaltliche Reiseprogramm, die Begleitung vor Ort und die Vermittlung der Reisethemen verantwortlich – vom ersten Vorbereitungstext bis zum letzten gemeinsamen Gespräch unterwegs.
Balkangebirge:
Wandern durch Westbulgarien
Natur und Städte zwischen
Balkan und Orient
23. August bis 5. September 2026
Mit Bahn, Fernbus und Nachtzug geht es klimafreundlich über Belgrad nach Bulgarien, wo wir auf dem Vitosha direkt über Sofia und im Naturpark Vrachanski Balkan bei Vratsa unterwegs sind. Wir wandern durch schattige Buchenwälder, über weite Hochflächen, vorbei an eindrucksvollen Kalkwänden und lebendigen Städten wie Sofia, Vratsa und Craiova. Sanfte Panoramawege, teils anspruchsvollere Bergtouren bis über 2000 Meter, Stadtspaziergänge durch sozialistische Wohnviertel und historische Zentren sowie regionale Küche machen diese 12-tägige HOCH&WEIT-Wanderreise zu einer Mischung aus Naturerlebnis, Alltagskultur und Reisestimmung auf der Schiene.
Budapest:
Zwischen Geschichte und
Moderne
Eine Architektur- und Kulturreise mit Einblicke ins andere Ungarn.
26. bis 31. Oktober 2026
Diese Reise lädt dazu ein, Budapest und seine Umgebung als vielschichtige Architektur‑ und Kulturlandschaft zu erkunden. Im Mittelpunkt steht ein entschleunigtes Unterwegssein zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Wir nehmen uns Zeit für Stadträume, Fassaden, Ausblicke und fürs darüber Reden. Wir sehen auch eine Stadt, die in Opposition zur Zentralregierung steht...
Telč:
südmährischer Jahreswechsel
Erkunden von Stadt und Umland in stiller Atmosphäre
29. Dezember 2026 bis 2. Jänner 2027
Telč lädt zu einem stillen Jahreswechsel ein: eine kleine UNESCO‑Renaissancestadt im mährischen Hügelland, umgeben von Teichen, Wäldern und winterlicher Landschaft.
Wir wohnen nahe dem Schlosspark, erkunden Platz, Gassen und Teichwege zu Fuß, machen einen Ausflug in die hügelige Vysočina und verbringen Silvester mit gemeinsamem Essen, ruhigen Spaziergängen
und einem bewusst leisen Jahreswechsel ohne Großstadtrummel.
Telč liegt an der historischen Grenze zwischen Böhmen und Mähren in der Region Vysočina, also im Hügelland der Böhmisch-Mährischen Höhe mit Teichen, Wäldern und einer eher stillen
Agrarlandschaft. Die Stadt ist vor allem durch ihr nahezu vollständig erhaltenes Renaissance-Stadtzentrum bekannt, das 1992 als UNESCO-Welterbe eingetragen wurde.
